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Zitat von anuta
Sanaya, ich weiss auch nicht was Schattenarbeit ist oder welche Arbeit am innren Kind du meinst???
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Hallo anuta,
mach dir deshalb keine Sorgen. Ich bin mir sicher, dass du diese Art der Arbeit bestimmt schon getan hast und auch tust, du weißt nur mit dem Begriff nichts anzufangen.
Schau, die Kahunas gehen davon aus, dass der Mensch drei Selbste hat.
Das untere Selbst = inneres=Bereich der Emotionen und Gefühle, das mittlere Selbst = der Bereich unseres Denkens und das hohe Selbst, der göttliche Anteil von uns.
Das untere Selbst speichert alle Erlebnisse, die wir haben, auf der emotionalen Ebene. Das mittlere Selbst bewertet diese und ordnen sie ein.
Als Kind können wir aber noch nicht alles rationalisieren, sodass Erlebnisse uns knall hart treffen können, weil der Filter unseres Verstandes (das Rationalisieren) noch nicht so gut funktioniert, wie als Erwachsener.
Als Beispiel: Du bist drei Jahre alt und musst ständig mit ansehen, wie dein Vater deine Mutter schlägt. Vielleicht könntest du als Kleinkind den Eindruck bekommen, dass du Schuldig bist, dass dein Vater deine Mutter schlägt, so dass du dich ganzes Leben schuldig fühlst, ohne zu wissen warum. Als Kind verstehst du noch nicht, dass du mit deinen 65cm Größe und vielleicht 20kg Körpergewicht, nichts gegen deinen Vater mit 2m Größe und 150kg ausrichten kannst. Hättest du mit drei aber den Verstand eines 35-jährigen Menschen gehabt, hättest du das Erlebte anders verarbeiten können.
Nun gibt es Dinge, die uns als Kind so traumatisch treffen können, dass sie so schrecklich sind, dass wir sie so stark verdrängen müssen, dass wir sie quasi vergessen, weil wir sonst daran innerlich zugrunde gehen würden. Der Bereich des inneren Kindes muss also, um überleben zu können, die so erlebten Dingen verdrängen und schiebt sie ganz tief ins Unterbewusstsein. In der Hunalehre sagt man, dass das untere Selbst einen schwarzen Sack hat, wo es diese Dinge rein gibt und die es niemandem zeigt.
Diese extreme Form der Verdrängung kostet natürlich extrem viel Kraft und frisst unseren anderen Ressourcen auf.
C.G. Jung nennt diese verdrängten Bereiche „Schatten“. Durch die Verdrängung bilden wir einen Schatten. Der Schatten ist also das Verdrängte.
Schattenarbeit bezeichnet quasi die Bearbeitung solcher erlebten traumatischen Erlebnisse. Es gibt natürlich hier verschiedene Grade der Traumatisierung.
Von sexuellem Missbrauch, über körperliche Gewalt, bis dahin, dass wir ständig gesagt bekommen, das können wir eh nicht, dazu sind wir zu doof, wärest du nie geboren worden, dann ginge es mir besser usw.
All das können Dinge sein, die in unserem unbewussten Bereich, also im inneren Kind als Emotionen oder im mittleren Selbst als Glaubenssätze vorhanden und wirksam sind, und so unser Leben beeinträchtigen.
Schattenarbeit bezeichnet nun die Arbeit, sich dieser Dinge bewusst zu werden, diese zu bearbeiten, aufzuarbeiten, bewusst zu machen, um quasi nachträglich den „Filter“ der Rationalisierung einzubauen.
Wenn wir mit 40 dann rationalisieren können, dass wir mit drei Jahren, gegen das 150kg Ungeheuer, das unser Vater war, gar nie hätten etwas ausrichten können, dann können wir vielleicht auch besser verstehen, dass wir aber dann keine Schuld mehr empfinden müssen.
Dieses Aufarbeiten der Dinge ins uns, die uns hindern ganz „gesund“ im Sinne von Heil zu sein, das nennen wir Schattenarbeit.
Ich bin daher sicher, dass du dies kennst und bereits schon lange tust.
Mit Hilfe der zweiten Reikigradsymbole, können wir hier sehr gut Arbeiten, das wir hier Reiki allen Bereichen senden können. All unseren Selbsten, in alle Zeiten und in alle Situationen, die wir erlebt haben.
Liebe Grüße
Martin